Rückschau 2013



West-Östlicher Diwan im Dezember 2013 - "Phantasie - eine nächste Dimension"

Am 13.12.2013 ab 20.00 Uhr bei ART-CONSULT



"Den Phantasievollen quälen die Möglichkeiten." (Hans Arndt 1909-1995)

"Phantasie ist die Fähigkeit, in Bildern zu denken." Ernst Hohenemser (1870-1954)

Wenn diese beiden Schriftsteller über Phantasie nachgedacht haben, dann meinen sie das "phantastische Konzert" oder das phantastische Erlebnis - die positive Überraschung, das Außergewöhnliche, aber nichts unreales, sondern die Voraussetzung für Kreativität, Vorstellungskraft und Empathie, um sich in Fremde und Fremdes einfühlen zu können.

Am 13.12.2013 hören wir ein "phantastisches" Konzert mit dem Duo Drees/Bontrager in der Vernissage zur Ausstellung

Abstrakte und informelle Arbeiten von Alt bis Zielke
(vom 14.12.2013 bis 17.01. 2014)

Das Konzert mit Simon Jacob Drees (Geige und Stimme), Berlin, und Nathan Bontrager (Cello), New York, ist ein Erlebnis besonderer Art. Freie und phantasievolle Musik entsteht aus der tiefen und spontanen Kommunikation zwischen Violine und Violoncello. "Die Instrumente umtanzen einander, versuchen Kontakt herzustellen, agieren, reagieren bis zu jenem Moment, an dem sie kommunizieren in einer Sprache, die zuvor nicht existierte. Plötzlich kristallisiert sich innerhalb des Spiels der beiden Musiker ein Rhythmus heraus, den keiner von beiden tatsächlich bedient, und trotzdem entsteht. Violine, Cello und Drees’ Stimme kommunizieren eine Schöpfung. Und wissend, eines seltenen Moments teilhaftig zu sein, gibt man sich ihr hin." (Heiko Lehmann 2013).

Die Musik von Drees und Bontrager bezieht den Hörer ein in den schöpferischen Prozess, Eindrücke aus Ost und West fließen ein und lassen eine stilistisch unbegrenzte Musik erklingen.

Passend zur Kammermusik sehen Sie eine Ausstellung mit überschaubaren Formaten abstrakter und informeller Kunst, die ebenfalls unsere Phantasie herausfordern, und - wie die Musik - Empfindungen provozieren. Die vorgestellten Arbeiten wurden von namhaften Künstlern wie u. a. Otmar Alt, Willi Baumeister, Joseph Boys, Hanna Höch, Klaus Dennhardt, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Wassily Kandinsky, Joan Miro bis hin zu Helmut Zielke geschaffen.

Phantasie ist für beides gefragt, für die Musik und die Bilder. Und beide Elemente sollen uns einen besonderen Genuss bereiten und zu Gesprächen anregen.

Simon Jacob Drees wird zur Musik Interessantes sagen und zu den Bildern gibt es eine kurze Einführung.

Die gewohnte Gastlichkeit des Diwan wird mit Käse und Rotwein fortgeführt, die unsere Phantasie zusätzlich beflügeln.

Und für alle, die phantastische Erlebnisse zu Weihnachten verschenken möchten, gibt es Kunst zu erschwinglichen Preisen auch von berühmten Namen.





Ausstellung Uwe Mücklausch – Werkschau "Menschen und Landschaften"

vom 10.12.2013 bis 28.06.2014 im Grone-Bildungszentrum Lüneburg, Stadtkoppel 25



Zeichnungen, Aquarelle und Malerei aus dem Schaffen seit 2009

Uwe Mücklausch, am 24.10.1966 in Altdöbern geboren, ist in seinem Schaffen durch verschiedene Einflüsse geprägt: Die Braunkohlengruben der näheren Heimat finden sich wieder, die Einflüsse des 1992 abgeschlossenes Architekturstudiums wie auch die Zeit als Meisterschülerstudent in der Malerei bei Prof. Noßky an der Kunsthochschule in Berlin.

Er arbeitet seit 1993 in Berlin als Architekt und Maler. Der "Spannungsbogen" (Titel einer Ausstellung mit Katalog aus dem Jahr 1994), der sein Werk charakterisiert, ist weniger das Motiv oder das Land (vom Spreewald über Italien und die USA bis in den Irak oder Syrien) sondern der überwiegende Anteil von Zeichnungen als Ausdrucksmittel.

Uwe Mücklausch hat bis 2013 ca. 1100 Skizzenbücher gefüllt. Der Bleistift und das aktuelle Skizzenbuch begleiten ihn ständig und sind gleichsam sein Tagebuch. Er verfügt über die Fähigkeit, in Sekundenschnelle mit leichtem Strich Situationen und Menschen einzufangen. Diese Zeichnungen stehen für sich, sind aber auch Gedankenstütze und Vorlage für größere Werke, vor allem Aquarelle.

Die Werkschau der letzten 5 Jahre in Lüneburg umfasst eine Auswahl von Reisebildern in den Nahen Osten, Eindrücke von einer Reise an den Bodensee und Aktzeichnungen. Dazu kommen einige Arbeiten mit Acrylfarbe auf Leinwand, die gewissermaßen "Zusammenfassungen" von Motiven und Eindrücken umsetzen.

Die Reisebilder sind stimmungsvolle Eindrücke von Land und Leuten und ihrer Lebensumstände. Als wir gemeinsam im Nahen Osten unterwegs waren, gehörte zur Ausrüstung auch ein mobiler Aquarellkasten, um die Farben der Landschaften festzuhalten. So sind die Landschaftsbilder einerseits authentisch, andererseits auch mit den Augen des Malers interpretiert. Beispiele dafür sind in der Lüneburger Ausstellung zu sehen, aber auch in dem Buch "Reisebilder aus Erbil und dem Nordirak" veröffentlicht.

Wie bei den Reisebildern aus dem Irak, den Skizzen und Bildern aus New York sind auch die Akte durch den flüssigen Strich des Zeichners bestimmt. Die hier ausgestellten Zeichnungen und Aquarelle geben die Schönheit der Körper und ihre Befindlichkeit wieder. Auch hier Momentaufnahmen, die die Situation einfangen wollen und dadurch viel Lebendigkeit ausstrahlen, selbst wenn das Modell für den Maler eine Pose einnimmt.

Die Aquarelle vom Bodensee fangen die Dynamik der Landschaft ein, geben in ihrer Farbigkeit aber auch Raum für die positive Grundstimmung, von der der Künstler dort umgeben war. Dominierend ist auch hier wie bei den meisten anderen Arbeiten von Uwe Mücklausch die Zeichnung.





West – Östlicher Diwan "Sprachbilder" von Loz Verney am 15.11.2013 ab 20.00 Uhr

An diesem Abend eröffnen wir die Ausstellung "Sprachbilder" des Engländers Loz_Verney, einem in München lebenden Maler und Bildhauer.

Im Zentrum des Diwans steht die Diskussion mit Loz, der in seinen Bildern den urbanen Lebensraum, die Stadt, das Viertel, das Hochhaus sprechen lässt. Er gibt ihnen Raum, einen Charakter und ein Gesicht. Sie erzählen Geschichten, stehen ein für das, was sie sind, und verkörpern für viele das Zuhause und ihre Wurzeln. Die Fragen der Identität und deren Kommunikation sind zugleich ein Anliegen des Diwans, der Menschen miteinander in Gespräche bringen möchte, um Handeln, Bewegungen und Sprache zu verstehen. Als Mittel zur Kommunikation können wir Loz Verneys Bilder und deren Geschichten wunderbar nutzen.

Wir dürfen auch gespannt sein auf den brillianten Erzähler Loz, der seine Reiseerfahrungen und seine Lebensgeschichte in einem erstaunlich guten Deutsch, gemischt mit britischem Humor, darstellen kann.

Wir bitten die Interessenten um eine Anmeldung per E–Mail (info-consult.me), damit Sie/Ihr die Anfahrtsskizze und genaue Adresse erhalten und wir sicherstellen können, dass alle eine Suppe und einen Stuhl haben.

Wir freuen uns auf diesen gemeinsamen Abend.
Klaus – Karl Maxs

bei ART-CONSULT, 10963 Berlin, Dienstag bis Sonnabend von 13.00 bis 19.00 Uhr (telefonische Ankündigung über 030 33024567 erbeten).

Eröffnung im Rahmen eines west – östlichen Diwans am 15.11.2013 ab 20.00 Uhr (schriftl. Anmeldung über info-consult.me notwendig).

Zu erreichen mit S-Bahn "Anhalter Bahnhof" (S1, S2, S25) oder den Bussen M29 oder M41 "Anhalter Bahnhof".

Der Abend wird musikalisch begleitet.

Für die Teilnahme wird eine Spende zur Deckung der Unkosten erbeten - in die arabische Schatztruhe. Es gibt "Norberts Gulaschsuppe", Käse und Rotwein für den kleinen und großen Hunger und Durst.





West - Östlicher - Diwan auf der Berliner Liste 2013 vom 19.09. - 23.09.2013

Die drei Maler und Graphiker

gestalten gemeinsam mit dem Kurator Klaus - Karl Maxs(* 1953) von ART-CONSULT, Berlin-Kreuzberg den Projektraum "West – Östlicher Diwan".

Was führt die genannten Akteure zusammen? Alle haben in ihren unterschiedlichen Lebensumständen die gegenseitige Berührungsängste, Vorurteile und Ignoranz erlebt und haben versucht, mit ihren Ausdrucksmitteln aktive Beiträge zur Integration zu leisten und kulturelle Brücken zu bauen.

Wir wollen die Besucher der Berliner Liste nicht nur mit den Werken der Künstler bekannt machen, sondern sie zu unserem Diwan einladen, ihre und unsere Erfahrungen miteinander diskutieren und gemeinsam erleben, wie die Künstler diesen Prozess für sich umsetzen. Die Lebenserfahrung von Volkmar Förster steht für eine Generation, die den Übergang von DDR zu Gesamtdeutschland mitgestaltet hat und bewältigen muss. Uwe Mücklausch's Werk steht hier für die Auseinandersetzung eines jüngeren Malers mit dem Erlebnis Naher Osten, Irak, Jordanien und Syrien und Ezzaldin Shahrori reiht sich ein in die junge Generation des sogenannten "Arabischen Frühlings".

Verschiedene Künstler und ihre Werke zusammenzuführen, beruht auf den positive Erfahrungen von Veranstaltungen des "West - Östlichen Diwan". Diese Form des Austausches geht auf Erfahrungen mit vertrauensvollen Runden in der Zeit der deutschen Wiedervereinigung zurück, die Menschen mit ihre unterschiedlichen Hintergründen und Befindlichkeiten miteinander ins Gespräch gebracht haben. Das wichtigste Ziel war dabei, einander zu verstehen in Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Denn Transformationserfahrungen sind nicht immer positiv und Verletzungen nehmen oft durch versäumte Aufarbeitung den Charakter von Wahrheiten an.

Das gegenseitige Verstehen führt nicht zu einem Einheitsbrei, sondern gerade Künstler fühlen sich bestärkt, ihre individuellen Wahrnehmungen als Herausforderung anzunehmen und ihre Antworten zur Diskussion zu stellen. In diesem Sinne wollen wir den Diwan als Plattform nutzen. Auch für ART-CONSULT sind diese Gedanken ein wichtiges Anliegen. ART-CONSULT berät Sammler, Einzelpersonen und Unternehmen beim Erwerb von Kunst (oder auch zum Verkauf bestimmter Werke) mit dem Ziel, Anregungen und Freude gleichermaßen in der Kunst zu finden.

Die Kenntnis des Kurators und Kunstvermittlers Klaus Karl Maxs von ART-CONSULT verbindet Erfahrungen als Sammler und Ausstellungsmacher seit seinen Jahren in der DDR. Die anschließenden langjährigen Arbeitserfahrungen im Ausland befördern die Arbeit mit Künstlern anderer Kulturkreise.

Umfangreiche, auch persönliche Kontakte zu Künstlern aus dem Osten Deutschlands sowie intensive Kontakte mit Künstlern aus Asien und Afrika sind eine wichtige Nuance auf dem Kunstmarkt und für das Arbeitsfeld von ART-CONSULT. Wir helfen interessierten Kunstfreunden in Deutschland und Westeuropa mit diesen oft nur marginal wahrgenommenen Ausdrucksformen der Gegenwartskunst in Kontakt zu kommen. Und da gibt es viel zu entdecken.





Ausstellung "Am Wasser" von Volkmar Förster

BILDER, DRUCKGRAFIKEN, ZEICHNUNGEN



im Grone – Bildungszentrum, Lüneburg, Stadtkoppel 25, vom 30.08. – 11.10. 2013

Die von Volkmar Förster (*1939) geschaffenen Bilder, Zeichnungen und Grafiken greifen eines der wohl bestimmenden Themen diesen Jahres auf. Wasser ist aber nicht nur Flut und Zerstörung, Wasser ist auch die Quelle allen Lebens, ein Anziehungspunkt für Mensch und Tier und ein Landschaft prägendes Element.

Volkmar Förster lädt uns mit seinen Bildern ein, über Flüsse, Meere und unsere eigenen Beziehungen zum Thema Wasser nachzudenken. Seine hier ausgestellten Werke führen uns von Norwegen über die Ostsee bis hin zu dem Fluss, an dessen Ufern er lebt – die Stör. Sie formte die Landschaft in ähnlicher Weise wie es die Ilmenau um Lüneburg herum getan hat.

Ausstellungskatalog Lüneburg - Rohrfederzeichnungen (PDF, 1105 KB)

Ausstellungskatalog Lüneburg - Öl und Acrylbilder (PDF, 920 KB)




 
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